Feuerbestattung in Berlin
Ablauf & Arten der Beisetzung
Die Feuerbestattung ist eine der beiden Bestattungsarten, die in Berlin und Brandenburg üblich sind. Vom Feuer verspricht man sich Reinigung und Erlösung.
In der heutigen Zeit werden Verstorbene im Krematorium verbrannt.
Der verstorbene Mensch wird dabei – liegend in einem Sarg – dem Feuer übergeben.
Ablauf einer Feuerbestattung
Einäscherung im Krematorium
01. Die zweite Leichenschau
Ein großer Teil der Feuerbestattung ist die Einäscherung im Krematorium. Hierfür muss vorab eine sogenannte „zweite Leichenschau“ stattfinden, um auszuschließen, dass der Tod auf andere Weise eingetreten ist als bescheinigt. Dafür kommt ein Amtsarzt ins Krematorium und schaut sich den Verstorbenen noch einmal an. Wenn dieser dann feststellt, dass alles in Ordnung ist, kann der Verstorbene dem Feuer übergeben werden.
02. Die würdevolle Vorbereitung
Die Einäscherung findet immer in einem Holzsarg statt. Meist wird ein Sarg aus Kiefernholz genutzt. Der Verstorbene wird ordentlich und würdevoll eingebettet. Er wird also mit der gewünschten Kleidung angekleidet, die Augen und der Mund werden geschlossen und die Haare ordentlich gelegt. Zudem bekommt der Verstorbene eine Decke und ein Kissen. Zum Schluss werden meist noch die Hände übereinander gefaltet.
03. Persönliche Sargbeigaben
Auch Sargbeigaben sind möglich – Briefe, Fotos, Kuscheltiere und Blumen können problemlos in den Sarg vor der Einäscherung gelegt werden. Bei Steinen und Glasobjekten muss in der Regel Rücksprache mit dem jeweiligen Krematorium gehalten werden, da diese das Krematorium beschädigen können.
04. Zuordnung der Asche
Zur Zuordnung begleitet den Verstorbenen ab nun der sogenannte Schamottstein. Er verbrennt nicht und hat eine individuelle Nummer, um Verwechslungen der Asche auszuschließen.
05. Begleitung des Sargs ins Krematorium
Es ist außerdem möglich, die Einfahrt in den Kremationsofen zu begleiten. Dabei steht der Sarg vor dem Kremationsofen und man darf dabei sein, wenn der Sarg eingefahren wird. In Absprache ist es oft auch möglich, dass die Angehörigen den Knopf für den Start der Einfahrt selbst betätigen. Dadurch startet die Feuerbestattung erst dann, wenn die Angehörigen dazu bereit sind.
06. Übergabe an den Bestatter
Die Asche wird zum Schluss zusammen mit dem Schamottstein in eine urnenähnliche Aschekapsel gegeben und versiegelt. Anschließend wird sie dem Bestatter übergeben. Dieser bereitet dann die weitere Beisetzung der Asche vor.
Überreste der Einäscherung
Nach der Einäscherung wird die verbleibende Asche sorgfältig behandelt und eindeutig dem Verstorbenen zugeordnet. Auch der Umgang mit persönlichen Beigaben und medizinischen Implantaten folgt dabei klaren Vorgaben.
Was bleibt nach der Einäscherung zurück?
Nach der Einäscherung des Verstorbenen bleiben etwa 3-4 kg Asche zurück. Das Gewicht variiert je nach Körperbau des verstorbenen Menschen.
Was passiert mit Zahngold?
Was passiert mit künstlichen Gelenken?
Krematorien in und um Berlin
In Berlin gibt es zwei Krematorien – Ruhleben und Baumschulenweg. Berlinnah gibt es außerdem das Krematorium Hennigsdorf.
Krematorium
Ruhleben
Krematorium
Baumschulenweg
Krematorium
Hennigsdorf
Die Beisetzung der Asche
Die Urne mit der Asche eines Verstorbenen kann auf verschiedene Weisen beigesetzt werden. Typischerweise wird die Urne in Berlin auf einem Friedhof in der Erde oder einem Kolumbarium beigesetzt. Einen Überblick der Friedhöfe in Berlin Spandau und Berlin Reinickendorf erhalten Sie bei uns. Alternative Beisetzungsarten für Asche sind See- oder Baumbestattungen.
Erdgrab
Es gibt die Möglichkeit, die Urne in einem Erdgrab beizusetzen. Hierfür gibt es verschiedene Varianten, z.B. ein Wahlgrab , ein Reihengrab oder eine Gemeinschaftsanlage. Das Wahlgrab und das Reihengrab wird von den Angehörigen selbst gepflegt, Gemeinschaftsanlagen sind in der Regel pflegefrei, werden also friedhofsseitig gepflegt. Es gibt allerdings auch pflegefreie Einzel- oder Partnerstellen.
Kolumbarium
Das Kolumbarium ist eine oberirdische Möglichkeit der Urnenbeisetzung. Hierbei wird die Urne in ein Wandfach in speziellen Räumen oder Stelen gegeben. Das Fach wird anschließend mit einer Stein- oder Plexiglasplatte verschlossen. Diese Variante ist ebenfalls eine pflegefreie Option.
Baumbestattung
Seebestattung
Häufige Fragen rund um Bestattungen
Warum braucht man für die Feuerbestattung einen Sarg?
Darf man in Berlin die Urne zu Hause aufbewahren?
Wie lange dauert eine Einäscherung?
Die Einäscherung an sich dauert in etwa 1 bis 1,5 Stunden. Die Voraussetzungen sind die Vorlage einer Bestattungsgenehmigung (ausgestellt durch das Standesamt) und eine zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt. In Berlin sollte also mit 8-10 Tagen gerechnet werden, bis die Urne mit der Asche des Verstorbenen an den Bestatter übergeben wird.
Darf man in Berlin die Asche verstreuen?
Nein, die Asche eines Verstorbenen darf nicht ohne Weiteres verstreut werden. Die einzige Ausnahme von dieser Regel ist das Verstreuen der Asche auf speziell ausgewiesenen Aschefeldern auf einigen, wenigen Friedhöfen. Auch das Teilen der Asche oder die Entnahme kleiner Mengen ist nicht erlaubt, was in §168 Strafgesetzbuch geregelt ist.
Findet die Trauerfeier vor oder nach der Einäscherung statt?
Ob eine Trauerfeier vor der Einäscherung am Sarg oder nach der Einäscherung an der Urne stattfinden soll, können Sie individuell entscheiden. Gerne besprechen wir die verschiedenen Optionen mit Ihnen und Sie entscheiden dann, welche für Sie am passendsten ist.
Wir sind für Sie da
Eine Bestattung ist eine persönliche Entscheidung, bei der viele Fragen entstehen können. Wir begleiten Sie zuverlässig und beraten Sie zu allen Möglichkeiten rund um eine Feuerbestattung.
