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Diamantbestattung und Co.

Oft hört man in den Medien von besonderen und teilweise sonderbaren Bestattungsarten, wie z.B. die Diamantbestattung. Hier können Sie sich einen Überblick verschaffen.

Diamantbestattung

Bei der Diamantbestattung wird ein Teil der Kremationsasche des Verstorbenen vor der Beisetzung entnommen und in einem aufwendigen Prozess zu einem Erinnerungsdiamanten gepresst. Auf der Seite der Firma Algordanza wird die Entstehung eines Erinnerungsdiamenten detailliert beschrieben. Die Preise hängen im Wesentlichen vom Gewicht (in Karat) und dem Schliff (z.B. als Brillant) des Diamanten ab. Wir informieren Sie gern über die Einzelheiten und die genauen Kosten.

Weltraumbestattung

Wie bei der Diamantbestattung wird bei der Weltraumbestattung ein Teil der Kremationsasche entnommen – allerdings nur etwa 8g, die in eine kleine Metallkapsel gefüllt werden. Diese Kapsel wird mit einer Rakete ins All befördert, wenn beispielsweise ein Satellit in die Erdumlaufbahn gebracht wird. Auch die Kapsel mit der Asche wird in die Erdumlaufbahn gebracht und verglüht anschließend beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wie eine Sternschnuppe. Weitere Informationen über diese skurrile Form gibt es z.B. in einem Artikel von Focus-Online.

Seebestattung in Binnengewässern

In Deutschland darf eine Seebestattung nur auf offenem Meer in speziell dafür vorgesehenen Zonen vorgenommen werden. Seen und Flüsse sind dafür nicht zulässig. Anders ist es in der Schweiz, die deutlich liberalere Bestattungsvorschriften besitzt. So ist z.B. von Schweizer Seite aus eine Seebestattung im Bodensee möglich. Die Asche wird an einen Schweizer Bestatter übergeben, der die Bestattung nach Schweizer Recht durchführt.

Die Urne zuhause aufbewahren

Rechtlich besteht in Deutschland die Bestattungspflicht auf einem Friedhof (Ausnahme: Seebestattung). In eine gewisse rechtliche Grauzone fällt die Entnahme einer sehr kleinen Menge Kremationsasche, die für ein Erinnerungsstück verwendet wird. So gibt es spezielle Behältnisse, z.B. als kleines Holzherz oder Porzellandose, die die Angehörigen nach eigenem Ermessen aufbewahren. Für den allergrößten Teil der Kremationsasche muss die Totenruhe aber in jedem Fall gewahrt werden.


Auf dem Berliner Vorschrifteninformationssystem finden Sie den vollständigen Text des Gesetzes über das Leichen- und Bestattungswesen oder das Friedhofsgesetz.